Pressemitteilung des VEWSaar e.V. –
Verband der Energie und Wasserwirtschaft des Saarlandes e.V.
Saarbrücken, 5. Januar 2026.
Als Verband der Energie- und Wasserwirtschaft im Saarland sehen wir mit Sorge, dass Eingriffe in Versorgungsanlagen zunehmend verharmlost werden. Sabotage an Strom-, Gas- oder Wassersystemen ist kein harmloser Protest, sondern eine schwere Straftat mit erheblichen Folgen für die Allgemeinheit.
Energie- und Wasserversorgung bilden das Rückgrat unseres täglichen Lebens. Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Betriebe, Verkehr und private Haushalte sind auf eine sichere und verlässliche Versorgung angewiesen. Bereits gezielte Störungen einzelner Anlagen oder IT-Systeme können große Schäden verursachen und Menschen in konkrete Gefahr bringen.
Das deutsche Strafrecht reagiert darauf mit klaren und harten Sanktionen. Wer öffentliche Versorgungsbetriebe stört oder sabotiert, muss mit mehrjährigen Freiheitsstrafen rechnen. Das gilt auch dann, wenn die Tat digital erfolgt oder „nur“ vorbereitet wird. Kommen Gefährdungen von Menschen hinzu, verschärft sich die rechtliche Bewertung erheblich. Neben dem Strafrecht greifen regelmäßig zivilrechtliche Ansprüche. Verursachte Schäden, Reparaturen, Ausfälle und Folgekosten werden von Betreibern und Versicherungen geltend gemacht. Diese Schadensersatzforderungen erreichen schnell Summen, die für Einzelpersonen existenzbedrohend sind und über viele Jahre hinweg durchgesetzt werden können.
Der VEWSaar weist ausdrücklich darauf hin, dass Angriffe auf die Energie- und Wasserversorgung weder toleriert noch relativiert werden dürfen. Sie treffen nicht einzelne Unternehmen, sondern die Bevölkerung insgesamt. Wer solche Taten begeht oder unterstützt, setzt die Sicherheit und Versorgungssicherheit vieler Menschen aufs Spiel und muss mit massiven strafrechtlichen und finanziellen Konsequenzen rechnen.
Als Branche stehen wir für Dialog, Verantwortung und den Schutz kritischer Infrastruktur. Die Sicherheit der Versorgung ist keine Verhandlungsmasse, sondern eine gemeinsame Verpflichtung.
Rückfragen:
VEWSaar | Verband der Energie- und Wasserwirtschaft des Saarlandes VEWSaar e.V.
Dr. Klaus Blug
Nell-Breuning-Allee 6
66115 Saarbrücken
+49 (0)681 / 976-1793-0
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Der VEWSaar e.V.
Die Unternehmen der Energie- und Wasserwirtschaft im Saarland werden vom VEWSaar – Verband der Energie- und Wasserwirtschaft des Saarlandes e.V. vertreten. Der VEWSaar fungiert als Interessenvertretung auf Landesebene und bringt die Anliegen seiner Mitglieder in den Bundesverband BDEW in Berlin ein. Der Landesverband hat derzeit 64 Mitgliedsunternehmen. Damit ist die saarländische Energie- und Wasserwirtschaft in die Diskussionen und Prozesse der Energiewende unmittelbar eingebunden. Darüber hinaus erbringt der Landesverband für seine Mitgliedsunternehmen in den Sparten Strom, Erdgas, sowie Wasser und Abwasser vielfältige Leistungen. Diese Angebote reichen von der Organisation von Fachveranstaltungen bis zur Veröffentlichung von Publikationen. Damit haben die Mitgliedsunternehmen jederzeit Zugang zu Informationen aus erster Hand.
Schlüsselrolle der Versorger
Die saarländische Energiewirtschaft ist als maßgeblicher Partner der Landesregierungen in der Lage, den Umbau der Energieversorgung volkswirtschaftlich vertretbar zu gestalten. Die tragende Rolle übernehmen dabei die Unternehmen der Energieversorgung, die nach dem Energiewirtschaftsgesetz verpflichtet sind, eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche leitungsgebundene Versorgung der Allgemeinheit mit Elektrizität und Gas sicherzustellen“. Modelle einer „Energieversorgung in Bürgerhand“ können die gesellschaftliche Akzeptanz steigern und ergänzende Beiträge zur Energieversorgung der Allgemeinheit liefern.


